Tipps für Einkauf und Zubereitung
Ob würziger Thymian, aromatischer Salbei oder exotischer Koriander - frische Kräuter liegen im Trend. Grund ist das gestiegene Ernährungsbewusstsein: Viele Verbraucher reduzieren ihren Salzkonsum und würzen mit Kräutern, die den Eigengeschmack der Speisen hervorragend zur Geltung bringen. Kräuter tragen zur Vitamin- und Mineralstoffversorgung bei und haben günstige Wirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden, die seit Alters her bekannt sind und durch neuere wissenschaftliche Untersuchungen bestätigt wurden. Ausschlaggebend dafür sind Inhaltsstoffe wie ätherische Öle, Bitter-, Gerb- oder Farbstoffe. So wirkt z. B. Oregano appetitanregend, Koriander gilt als magenstärkend und hilft bei Völlegefühl. Dill und Basilikum beruhigen die Nerven, Petersilie und Estragon entwässern und Salbei lindert Halsbeschwerden. Je frischer die Kräuter sind, desto besser. Achten Sie beim Einkauf darauf, dass die Kräuter eine frische satte grüne Farbe und keine gelblichen Verfärbungen haben. Außerdem sollten die Stängel fest und die Blätter kräftig sein und nicht aneinander kleben oder herunterhängen, denn dann liegen die Kräuter schon längere Zeit im Regal, sind ausgetrocknet und haben an Aroma verloren. Tipp: Um auf Nummer sicher zu gehen, dass die Kräuter gut schmecken, zerreiben Sie ein paar Blättchen davon zwischen den Fingern und riechen daran. Wenn die Kräuter einen intensiven Geruch verströmen, sind sie frisch und haben ein gutes Aroma. Achten Sie bei Kräutern in Plastikverpackungen darauf, dass die Folie luftdurchlässig ist. Nur dann können die Pflänzchen atmen, trocknen nicht aus und es bilden sich keine Keime. Häufig gibt es Kräuter auch im Topf zu kaufen, wodurch sie länger haltbar sind. Kräuter vor der Zubereitung im kalten Wasser abspülen, dann trocken tupfen. Bei manchen Kräutern gilt: weniger ist mehr. Geben Sie nicht zu viel davon in die Gerichte, sonst geht der typische Eigengeschmack von Fisch oder Fleisch verloren. Wählen Sie die richtige Kräutermischung, denn Weichkräuter wie Petersilie und Schnittlauch entfalten ihren Geschmack beim Kochen sehr schnell, Hartkräuter wie Rosmarin und Thymian erst nach 5 bis 10 Minuten. Mischt man beim Kochen Hart- mit Weichkräutern, haben bei langen Garzeiten die Weichkräuter bereits ihren Geschmack verloren, bei kurzen Garzeiten die Hartkräuter ihren Geschmack noch nicht entfaltet. Deshalb nur Weichkräuter bzw. nur Hartkräuter untereinander mischen. Achten Sie auch darauf, dass Sie nicht die falschen Kräuter für Gerichte verwenden: So passt z. B. Dill nicht zu Kalb, ideal dagegen sind Rosmarin, Thymian oder Bärlauch. Basilikum zerstört den Eigengeschmack von Kabeljau, glatte Petersilie, Dill, Estragon und Sauerampfer dagegen unterstreichen ihn.
aid, Eva Weißen
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Basilikum
... war schon bei den italienischen Seefahrern ein beliebtes Würzkraut;
ist eine hervorragende Vitamin C Quelle;
gehört einfach an italienische Speisen (ok, nicht an die Desserts ...)
passt zu Hackfleisch, Lamm, Rind, Fisch, Kalb - Tomaten - italienischer Gemüsesuppe und
kein echtes Pesto kommt ohne aus.
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Brennnessel
- Vitaminbombe aus der Wildkräuterküche
Delikatessen aus Wald und Wiese
(aid) - Die Brennnessel (Urtica dioica) ist den meisten Menschen nicht in besonders guter Erinnerung - das ändert sich jedoch, sobald man sich ihr als Feinschmecker nähert. Das feinherbe Gemüse aus der Wildkräuterküche machte bereits zu Notzeiten als Alternative zu Spinat oder Blattsalat von sich reden. Heute ist die krautige, tiefgrüne Pflanze mit den grob gesägten Blättern als Delikatesse von April bis November wieder gefragt. Besonders für herzhafte Suppen oder als Zutat für Gratins ist das Wildkraut zu empfehlen. "Sowohl beim Ernten als auch beim Säubern der Pflanze sollte man Handschuhe tragen. Wenn man beim Waschen über die Ober- und Unterseite jedes einzelnen Blattes streicht, brechen die so genannten Brennhaare ab und die jungen Blätter können sogar roh, am besten im Mischsalat genossen werden", so Wildkräuter-Expertin Helga Schmidtaus Köln.
Im Salat können sogar die Blüten des Krauts mitgegessen werden. "Wenn man Brennnesseln gart, braucht man sich um die stacheligen Brennhaare keine Gedanken zu machen, denn sie werden durch das Erhitzen zerstört". Als wichtige Heilpflanze wird die Brennnessel in Form von Tee vor allem bei Blasenleiden, Hautkrankheiten, Gicht, Blutarmut und zur Entschlackung angewendet. Das Kraut ist reich an Mineralsalzen, löslicher Kieselsäure, Aminosäuren, Vitaminen, Carotinoiden und Flavonoiden. "Es enthält etwa dreimal soviel Vitamin C wie Brokkoli und dreiunddreißigmal soviel wie Endivien", so Schmidt. Für die Expertin steht fest: Die Brennnessel ist eine vielseitige Vitaminbombe und ein effektives Antiaging-Mittel aus Mutter Natur.
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Dill
Dill ist ein naher Verwandter des Fenchels.
Dill ist eine echte Heilpflanze und wirkt beruhigend auf den Verdauungstrakt.
Fisch und Gurken werden gerne mit Dill verfeinert, aber es passt auch gut zu
Rohkostsalaten, Soßen, Remouladen und Kräuterbutter, da es stark im Aroma
ist.
Dill bitte nicht mitkochen, sondern immer erst zum Schluss zufügen, da es
sonst seinen Geschmack verliert.
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- Gänseblümchen
- Tausendschön und lecker
Delikatessen aus Wald und Wiese
(aid) - Fast das ganze Jahr über ziert das Gänseblümchen (Bellis perennis) Wiesen und Rasenflächen. Die weiße Blüte mit der goldgelben Mitte ragt an einem blattlosen Stängel empor und ist kaum zu übersehen. Dass man das Tausendschön, Marienblümchen oder Mairöserl - wie die Wildblume auch genannt wird - als kulinarischen und optischen Leckerbissen im Salat oder Quark genießen kann, wissen jedoch die wenigsten.
"Salat aus Gänseblümchen wird zubereitet wie Feldsalat und schmeckt auch so ähnlich. Die Blütenköpfe kann man in Salate geben, aufs Butterbrot legen oder über Gemüse und Suppen streuen. Ein bekanntes Gericht ist Kartoffelsuppe mit Gänseblümchenblüten. Frittiert sind die Blüten außerdem als Croutons eine ausgefallene Beilage", so Wildkräuter-Expertin Helga Schmidt aus Köln. Als "falsche Kapern" eingelegt, sind die kleinen Blütenknospen ebenfalls eine Delikatesse. Das Gänseblümchen ist vielseitig. Als blutreinigende Frühjahrskur kann man sich aus den frischen oder getrockneten Blüten und Blättern einen Tee aufbrühen oder auch die Blätter im Salat oder Quark essen.
Die "schöne Ausdauernde" heißt das Wildblümchen aus dem Lateinischen übersetzt. Diese Bezeichnung kommt nicht von ungefähr, denn als Kultpflanze war das Wildkraut schon der germanischen Fruchtbarkeitsgöttin Freya geweiht und sollte vor Krankheiten schützen. In der Naturheilkunde wird das Gänseblümchen noch heute nicht nur als Blutreinigungs- und Wundheilmittel, sondern auch bei Rheuma und zum Stoffwechselanregen eingesetzt.
aid, Ira Schneider
- Giersch
- würziger Petersilienersatz
Delikatessen aus Wald und Wiese
(aid) - Als hartnäckiges Unkraut, aber auch wichtige Heilpflanze und wohlschmeckendes Wildgemüse ist der Giersch (Aegopodium podagraria) bekannt. Schon die Römer schätzten ihn und im Mittelalter wurde er als "Zipperleinskraut" gegen Gicht in Klostergärten angebaut.
Von März bis November kann man die Blätter der Wildpflanze in Laubwäldern, Gärten und im Gebüsch ernten. Man erkennt sie an ihren gesägten, doppelt dreizählig angeordneten Blättern. Im Gegensatz zu giftigen Doppelgängern, wie zum Beispiel dem Schierling, besitzt der Giersch einen im Querschnitt betrachtet dreieckigen Stiel. "Giersch gehört zu den Doldengewächsen und schmeckt leicht nach Petersilie. Er ist eines der vielseitigsten Kräuter. Als Suppengemüse, als Salat oder in Kombination mit anderen essbaren Wildpflanzen ist er zu empfehlen", so Wildkräuter-Expertin Helga Schmidt aus Köln.
Ganz besonders schmackhaft sind gefüllte Kartoffeln mit Giersch. Für die Füllung von zwei großen Kartoffeln nimmt die Expertin eine Zwiebel, einen Esslöffel Olivenöl, eine halbe Knoblauchzehe, zwei Hände voll Gierschblätter, 50 Gramm Frischkäse, Salz, Pfeffer, Curry, Paprika und 30 Gramm geriebenen Emmentaler. Die gewürfelte Zwiebel, die zerdrückte Knoblauchzehe und die kleingehackten Gierschblätter werden in Öl gedünstet. Anschließend wird der Frischkäse untergerührt und mit den Gewürzen abgeschmeckt. "Die Masse wird in die gekochten, ausgehöhlten Kartoffeln gefüllt. Zu guter Letzt werden die Kartoffeln etwa zwanzig Minuten bei 200 Grad im Ofen mit dem geriebenen Käse überbacken", erklärt Schmidt. Ein toller Rezept-Tipp, den man sich auch für die Grillsaison merken kann, denn auch auf dem Rost lassen sich die leckeren Kartoffeln zubereiten.
aid, Ira Schneider
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- Kapuzinerkresse
Essbare Blüten aus Garten, Wald und Wiese
(aid) - Zu den essbaren Blüten aus dem eigenen Kräutergarten zählt die Kapuzinerkresse. Bereits im April können Kräuter-Liebhaber die aus Südamerika stammende Gewürzpflanze im Gewächshaus oder im Blumentopf auf der Fensterbank vorziehen. Von Juni bis Oktober bereichern die überwiegend gelben bis roten Blüten der verschiedenen Arten Balkon, Garten und Küche. "Die Blüten sind bis zu fünf Zentimeter groß und schmecken - ähnlich wie die Knospen - etwas milder als die Samen und Blätter der Pflanze. Kapuzinerkresse hat insgesamt einen leicht pfeffrigen Geschmack und eignet sich sowohl zum Dekorieren als auch zum Verfeinern von Salaten und Essig", so Wildkräuter- und Pflanzen-Expertin Helga Schmidt aus Köln. Wer gerne Süßes mit scharfer Note mag, könne die Blüten auch für Desserts verwenden. Besonders dekorativ und lecker für jedes Party-Buffet seien mit Frischkäse gefüllte Kapuzinerkresse-Blüten. Zum Verfeinern des Frischkäses könnten außer Pfeffer und Salz auch die feingeschnittenen Blätter der Kapuzinerkresse dienen. Neben Senfölglykosiden, die für das scharfe Aroma verantwortlich sind und antibakteriell wirken, enthält Kapuzinerkresse einen hohen Vitamin C-Anteil. "Aufgrund ihrer immunstärkenden Eigenschaften wird ihr frisch gepresster Saft heute noch gerne als Heilmittel gegen Erkältungen und bei Infekten der Atem- sowie Harnwege verwendet", so Heilpraktikerin Helga Schmidt. Früher traf man die Gewürzpflanze häufig in Klostergärten an und taufte sie Kapuzinerkresse, da ihr Blütensporn an die Kapuzen von Mönchskutten erinnert. Aber auch unter den Namen "Salatblume", "Blumenkresse" oder "Kapuzinerli" ist die üppig blühende Kresseart mit den nahezu kreisrunden, glatten Blättern bekannt.
aid, Ira Schneider
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- Knoblauch
Wer nur einen leichten Knoblauchgeschmack an den Salat zaubern möchte, sollte einfach die
Schüssel mit einer halben Knoblauchzehe ausreiben.
Wenn man Knoblauch vor dem Servieren wieder aus dem Gericht fischen möchte, sollte man ihn einfach
auf einen Zahnstocher pieksen, dann findet man ihn schnell wieder.
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- Knoblauchrauke
- wilde Konkurrenz für Bärlauch
Delikatessen aus Wald und Wiese
(aid) - Obwohl Bärlauch als "der wilde Knoblauch" in aller Munde ist, schätzen Wildkräuter-Sammler genauso die Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata). Auch sie ist für ihr Knoblaucharoma bekannt , das beim Zerreiben der Blätter freigesetzt wird. An schattigen Plätzen, wie an Waldrändern oder unter Hecken, findet man sie häufig in Begleitung der Brennnessel.
Da die zweijährige Knoblauchsrauke im zweiten Jahr andere Blätter ausprägt als im ersten, kann sie je nach Alter etwas anders aussehen. "Im ersten Jahr findet man eine Rosette aus gestielten Blättern. Im zweiten Jahr treibt sie zusätzlich einen 20 bis 120 Zentimeter hohen Blütenstiel mit Blättern und weißen Blüten aus. Im Sommer bilden sich aus diesen bis fünf Zentimeter lange, sehr dünne Schoten, die etwa den gleichen Durchmesser wie die Pflanzenstiele haben", erklärt Wildkräuter-Expertin Helga Schmidt, Köln.
Als Würzkraut für Salate, Kräuterbutter, pikante Quark-Dips oder Kartoffeln verleiht die Knoblauchsrauke allen Speisen eine pfeffrige Note. Das Wildkraut enthält - genauso wie Meerrettich oder Schwarzer Senf - das Glykosid Singrin, das dem Kraut neben ätherischen Ölen seinen leicht scharfen Geschmack mit zarter Bitternote verleiht. "Getrocknet oder gekocht verliert die Knoblauchsrauke allerdings an Aroma, aber sie eignet sich zum Einfrieren", weiß Schmidt. "Wenn die Bärlauch-Zeit im Frühling vorbei ist, kann man für viele Gerichte alternativ die Knoblauchsrauke nehmen." Da die Pflanze ähnlich antiseptisch wirkt wie Knoblauch, wurde sie früher nicht nur als günstiger Knoblauchersatz, sondern auch als Heilkraut für Hautumschläge verwendet.
aid, Ira Schneider
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- Löwenzahn
- herzhaft oder süß ein Genuss
Delikatessen aus Wald und Wiese
(aid) - Zu den wohl bekanntesten Wildkräutern zählt der Löwenzahn (Taraxacum officinale). Die gezackten oder auch abgerundeten Blätter der Pusteblume sind Groß und Klein ein Begriff. Fast überall wächst die äußerst Vitamin C-reiche und magnesiumhaltige Delikatesse und nimmt in der Küche vieler Gourmets bereits einen festen Platz ein. "Blätter, Knospen, Blüten und sogar Wurzeln eignen sich zum Verzehr", weiß Wildkräuter-Expertin Helga Schmidt aus Köln. "Wer gerne Radicchio mag, dem schmecken auch die Blätter des Löwenzahns. Um den etwas herben Geschmack abzumildern, kann man dem Löwenzahnsalat etwas Sahne zufügen", so Schmidt. Wildkräuter-Anfänger sollten ihn ruhig mit anderen Kräutern und Salatsorten mischen und nicht gleich aufs Ganze gehen.
Löwenzahn schmeckt im Salat, als Wildkräuterrisotto, im Quark oder als Pesto besonders gut. Für ein Löwenzahnpesto nimmt man am besten einen Bund Löwenzahnblätter, ein bis zwei Knoblauchzehen, 6 Esslöffel Olivenöl, 5 EL Zitronensaft, 50 g Mandeln, 100 g gewürfelten Parmesan sowie Salz und Pfeffer zum Abschmecken. Die Zutaten werden in einen hohen, schmalen Rührbecher gegeben und mit dem Pürierstab zerkleinert. Dazu serviert die leidenschaftliche Wildkräuter-Köchin Nudeln. Wer es lieber süß mag, dem kann die Expertin ein Gelee aus Löwenzahnblüten empfehlen.
Egal ob für Salat, Pesto oder Gelee, frisch geerntete Wildkräuter sollten noch am selben Tag verarbeitet und verzehrt werden. Ähnlich wie Salat sind die Kräuter sehr empfindlich und müssen pfleglich behandelt werden. Nicht aufgebrauchte Kräuterreste können in einer Tüte oder Dose einfach eingefroren werden.
aid, Ira Schneider
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Meerrettich und Wasabi
Wie die aromatischen Wurzeln das Essen verschärfen
(aid) - Saison hat derzeit ein scharfes Kraut, das sich im vergangenen Jahrtausend in der europäischen Küche etabliert hat: Meerrettich, auch Gren oder Kren genannt. Aus dem Südosten unseres Kontinents verbreitete sich der Kreuzblütler wild gen Norden. Inzwischen ist er längst zur Kulturpflanze geworden. Von Oktober bis Mai werden die weißlichen Wurzeln, jede etwa drei bis vier Zentimeter dick, frisch angeboten. Der scharfe, aromatische Geschmack passt gut zu kaltem Rindfleisch oder Fisch. Idealerweise wird der geriebene Meerrettich entweder mit Schlagsahne kombiniert oder mit saurer Sahne und Essig oder Zitronensaft zu einer Soße angerührt. Auch als Beigabe für einen schmackhaften Kräuteressig lässt er sich verwenden. Meerrettichblätter kann man roh unter einen Salat mischen oder mit Spinat, Mangold und Grünkohl kochen.
In den vergangenen Jahren hat der Meerrettich Konkurrenz aus Japan bekommen: Wasabi, ebenfalls ein Kreuzblütler, hat als I-Tüpfelchen von Sushi und Sashimi hierzulande seinen Siegeszug angetreten. Die grünen Wurzeln übertreffen die Schärfe des Kren um ein Vielfaches und werden noch sparsamer dosiert. Während sie in Japan frisch gehandelt werden, erhält man Wasabi bei uns meist nur als Pulver oder Paste. Vorsicht ist geboten, wenn Wasabi günstig angeboten wird. Dann handelt es sich wahrscheinlich nur um grün gefärbten Kren. Denn Wasabi gedeiht nur in fließendem Wasser und dieser aufwändige Anbau hat seinen Preis. Sowohl Wasabi als auch Meerrettich enthalten antibakteriell wirksame Glucosinolate. Diese schwefelhaltigen Stoffe verursachen den bitter-scharfen Geschmack.
aid, Johanna Thelemann
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Rosmarin
(aid) - Wer auf das immergrüne Heilkraut "Rosmarinus officinalis" mit den nadelartigen Blättern trifft, assoziiert seinen
Duft sogleich mit mediterranen Genüssen. Rosmarin verströmt ein intensives Aroma, das ätherisch-würzig bis harzig anmutet
und hat von April bis September Saison. Die jungen Triebe, Blätter und Blüten, die hellblau leuchten, sind allesamt
essbar und werden gerne als Fleischgewürz für den Grill oder zum Aromatisieren in der Mittelmeerküche verwendet.
Die ledrigen Laubblätter des Rosmarin enthalten ätherische Öle, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Flavonoide sowie Harze, die
dem Gewürz einen besonderen Charakter verleihen. Da sich die Rosmarin-Note erst bei Hitze richtig entfaltet, empfiehlt
es sich, das Gewürz bei warmen Speisen vorsichtig einzusetzen. Oft wird es in Kombination mit Thymian, Oregano,
Majoran, Bohnenkraut und Lavendel als "Herbes de Provence" oder auch gerne zusammen mit Petersilie verwendet.
Beheimatet ist Rosmarin überall in der typischen Halbstrauchvegetation des Mittelmeeres, der "Macchia".
Angebaut wird er heute aber auch nördlich der Alpen bis nach England und in den USA.
Kurz vor, während oder nach der Blüte werden die jungen Triebspitzen abgeschnitten.
Die abgestreiften Blätter kommen anschließend getrocknet in den Handel. Das an Tannennadeln erinnernde Gewürz kann im
Sommer frisch verwendet werden oder das ganze Jahr über, ohne große Geschmackseinbußen, auch als Trockengewürz.
Aufgrund seines breiten Anwendungsspektrums in der Küche, im kosmetischen sowie medizinischen Bereich ist der
Rosmarin vom Naturheilkundeverein NHV Theophrastus zur "Heilpflanze des Jahres 2011" gewählt worden.
aid, Ira Schneider
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- Schnittlauch
stammt wahrscheinlich aus Zetralasien; gehört zur gleichen Familie, wie Knoblauch,
Lauch und Zwiebeln;
war schon bei den Römern in grüner Sauce zu Eiern und gekochtem Fleisch sehr beliebt.
Schnittlauch passt prima zu Salaten, Dips, Saucen, Quark- und Eierspeisen.
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- Wildkräuter
Delikatessen aus Wald und Wiese
(aid) - Ab Frühjahr sprießen wilde Kräuter wie Ackersenf, Brennnessel oder Löwenzahn in Hülle und Fülle. Wer aufmerksam ist, kann in Wald und Wiese das ein oder andere schmackhafte Kraut entdecken und damit seinen Speiseplan bereichern. Frisch als Salat oder Gewürz, gegart als Gemüse oder Suppe lassen sich die Gaben aus Mutter Natur vielseitig in der Küche einsetzen. Auch für sommerliche Gelees, Bowlen, Kräuteröle und aromatische Essige oder Tees können die wildwachsenden Delikatessen verwendet werden.
"Im Gegensatz zu kultivierten Pflanzen haben Wildkräuter ein ausgesprochen intensives Aroma und enthalten mehr Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Darüber hinaus wirken die in einigen von ihnen enthaltenen Bitterstoffe anregend auf Magen, Darm und Stoffwechsel", weiß Heilpraktikerin und Wildkräuter-Expertin Helga Schmidt aus Köln. Wer in den Genuss der vermeintlichen "Unkräuter" kommen will, muss allerdings ein paar Dinge beherzigen.
Brenn-Nessel, Löwenzahn oder Gänseblümchen erkennt fast jeder auf den ersten Blick. Bei Ackersenf, Giersch oder Knoblauchsrauke reicht das botanische Wissen bei vielen Sammel-Neulingen nicht immer aus. Ein Bestimmungsbuch und eine sachkundige Einweisung durch einen Experten - beispielsweise bei einem Kräuterspaziergang - vermitteln Kenntnisse über essbare Wildpflanzen. Schmidt rät dazu, grundsätzlich nur Pflanzen zu sammeln, die man eindeutig zuordnen kann. "In einigen Büchern sind regional unterschiedliche Namen gebräuchlich. Um Irrtümer auszuschließen, empfiehlt es sich daher, auf die lateinische Bezeichnung der Pflanze zu achten." Die beste Erntezeit ist vormittags, da die Kräuter dann am saftigsten sind. Viel wichtiger ist jedoch das Erscheinungsbild. "Nur Wildkräuter, die keine Flecken oder abgefressenen Stellen haben, weder alt noch zäh erscheinen, sind verzehrstauglich", so die Expertin. Zum Sammeln der Pflanzen ist ein Stoffbeutel die beste Wahl. Mit Messer oder Schere können die Kräuter vorsichtig geerntet werden, so dass der Bestand nachwachsen kann.
aid, Ira Schneider
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- Zitronenmelisse
Ein Multitalent für die Küche
(aid) - Von Juli bis Oktober zieht die Zitronenmelisse mit ihren gelblich weißen Blüten viele Bienen an. Nicht umsonst nennt man die Pflanze im Griechischen "Melissa", was soviel
wie "Honigbiene" bedeutet, oder im Deutschen auch "Bienenfang" oder "Imkerkraut".
Die Heimat der Zitronenmelisse ist ursprünglich der Vordere Orient. Heute wird sie in vielen Ländern des gemäßigten Klimas angebaut, vor allem in Deutschland, Italien und den
Balkanländern. Schon die alten Griechen und Römer nutzten das Kraut für Heil- und Würzzwecke. Benediktinermönche brachten es im Mittelalter aus Italien nach Deutschland
und die Karmeliter erfanden 1611 den Melissengeist. Dieser wird bekanntlich gerne bei Verdauungsbeschwerden, leichten Krämpfen und Kopfschmerzen als Hausmittel
eingesetzt. Die frischen Blätter dienen zum Würzen von Salaten, Wild- und Pilzgerichten sowie zum Aromatisieren von Likören und Tee.
Im Hochsommer verleiht die Zitronenmelisse auch Sirupen, Konfitüren oder Bowlen eine zitronige Note.
Besonders im Zusammenspiel mit Erdbeeren, Himbeeren oder Aprikosen ergeben sich aparte Kompositionen fürs Cocktail- und Einmachglas.
Für eine Aprikosen-Zitronenmelisse-Konfitüre benötigt man ein Kilo reife Aprikosen, 1 Packung Gelierzucker (1:1 oder 2:1) sowie einen Bund (rund 50 Gramm) Zitronenmelisse.
Die Aprikosen waschen, gut trockentupfen und entsteinen. Mit dem Gelierzucker mischen und zwei bis drei Stunden Saft ziehen lassen.
Den Ansatz zum Kochen bringen und rund fünf Minuten sprudelnd kochen lassen.
Die fein gehackten Melissenblätter unterheben und die Masse nochmals kurz aufkochen lassen, bis sie geliert. Anschließend sofort in saubere Twist-off-Gläser füllen und fest
verschließen.
Melisse harmoniert im Übrigen mit allen Obstsorten und Gerichten, zu denen Zitronenaroma passt.
Auch optisch lassen sich Obstsalate, Desserts und Torten mit den feinen grünen Blättchen gekonnt verzieren.
aid, Ira Schneider
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Kräuterhexe Monika
Ackersenf
Minze
Nachtkerzen
Petersilie
Salbei
Schafgarbe
Waldmeister
Wildrosen
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