- Tomaten:
Frische Tomaten erkennt man an den noch nicht verwelkten Kelchblättern.
Treibhaustomaten sollte man nur zu Dekorationszwecken kaufen.
Freilandtomaten gibt es von April bis Oktober - Hauptangebotszeiten sind Juli,
August und September.
Tomaten dürfen nicht kühl aufbewahrt werden - also nicht im
Kühlschrank lagern!
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- Tomaten häuten:
Tomaten häutet man, indem man die Haut einritzt und die Früchte dann
mit kochendem Wasser übergiesst.
oder so
Tomaten lassen sich gut enthäuten, wenn man sie kurze Zeit in kochendes
Wasser legt und dann mit kaltem Wasser abschreckt.
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- Tomaten schneiden:
Weiche Tomaten lassen sich besser schneiden, wenn man sie 10 Minuten in
Eiswasser (oder kaltes Wasser) legt.
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- Vom Potenzmittel zum Küchengemüse
Kleine Warenkunde der Tomate
"Du treulose Tomate"! Kein Kompliment, steckt dahinter doch der Vorwurf der Unzuverlässigkeit. Die Redensart hat ihren Ursprung in den zwanziger Jahren. Hintergrund war der erste Weltkrieg, in dem Deutschland zunächst mit Italien verbündet war, letztere sich aber 1915 für die Gegner erklärte. Und da damals in Italien die roten Früchte bereits massenhaft gegessen wurden, musste die Tomate als metaphorisches Bild herhalten. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde dann die Tomate auch bei uns ein Volksnahrungsmittel. Heute haben wir vorwiegend folgende Sorten zur Auswahl:
- Lose, runde Tomaten, die eine dicke Schale und einen leicht säuerlichen Geschmack haben. Sie färben sich langsam und sind lange haltbar.
- Strauch- oder Rispentomaten, die mit grünen Zweigen angeboten und aufgrund ihres intensiveren Aromas und ihres Duftes immer beliebter werden.
- Kirsch (Cherry)- oder Cocktailtomaten, die maximal 2,5 Zentimeter im Durchmesser sind und ein saftiges, süßes Aroma haben.
- Fleischtomaten, die bis zu 300 Gramm schwer, fleischig und vor allem zum Kochen und Backen geeignet sind.
Die ursprünglich von Azteken in Süd- und Mittelamerika kultivierte Pflanze kam bereits im 16. Jahrhundert nach Europa. Allerdings vorwiegend als Zierpflanze in königlichen Gärten. Ärzte vermuteten nämlich lange, dass die Tomate für eine Reihe von Krankheiten verantwortlich sei. Ihr Fehler: Sie hatten nur die unreifen, grünen Früchte untersucht, die Solanin enthalten - ein pflanzlicher Wirkstoff, der Kopfschmerzen und Übelkeit hervorruft aber beim Reifen vollständig verschwindet. Die Azteken glaubten vor allem an eine potenzsteigernde Wirkung und nannten das Gewächs "Tomatl" - Schwellung. Die Franzosen machten daraus dann den "Liebesapfel" und Österreicher den "Paradiesapfel" oder "Paradeiser". Höchstwahrscheinlich unabhängig von dieser Überlieferung ist die Tomate heute aus einer modernen Küche nicht mehr wegzudenken: Tomatensalat, gefüllte Tomaten, Tomatensuppen und -soßen, Gemüsegerichte, als Pizzabelag, gegrillt, überbacken die Reihe ließe sich beliebig fortsetzen. Abgesehen von den vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten sind Tomaten auch sehr gesund. Sie sind kalorienarm, enthalten B-Vitamine sowie die Vitamine A und C. Die Früchte sind außerdem reich an Kalium, das entwässernd und harntreibend wirkt. Der entscheidende Grund aber, warum Tomaten auf keinem Speisezettel fehlen sollten, ist deren hoher Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen. Diese bioaktiven Substanzen stärken das Immunsystem sowie Herz und Kreislauf. Besonders reichlich vorhanden ist der Inhaltsstoff Lycopen, der einerseits für die rote Farbe sorgt, andererseits wissenschaftlich gesichert als krebsvorbeugend gilt. Tomaten schmecken frisch und reif am besten und sollten nicht im Kühlschrank gelagert werden, da sie kälteempfindlich sind und schnell ihr Aroma verlieren. Bewahren Sie Tomaten immer getrennt von anderen Gemüsesorten auf, denn Tomaten entwickeln während der Lagerung das Reifungshormon Ethylen. Dieses beschleunigt den Stoffwechsel anderer Gemüse, die dann schneller verderben: Möhren werden zum Beispiel bitter, Blumenkohl vertrocknet, Kräuter welken und Gurken vergilben. Und noch ein Tipp zum Schluss: Das stark riechende Tomatenblatt hält Insekten ab, wenn Sie es als Büschel in die Küche oder in ein anderes Zimmer hängen.
aid, Harald Seitz
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- Tomatenvielfalt
Durchblick im Angebotsdschungel
Die Tomate ist der Liebling unter den Gemüsesorten:
Über sieben Kilo lässt sich jeder Deutsche im Jahr frisch schmecken.
Produzenten und Anbieter haben in den vergangenen Jahren darauf reagiert und
die Vielfalt des Angebots deutlich erhöht. Einige Supermärkte bieten sogar bis
zu 25 verschiedene Sorten an. Denn Tomaten gibt es in den unterschiedlichsten
Formen, Größen und sogar Farben.
Ob rund, länglich, groß oder klein - alle möglichen Variationen sind lose oder
als Rispe im Verkauf.
Wenn es sich nicht gerade um gelbe, braunschwarze oder violette Tomaten handelt,
sind die verschiedenen Sorten allerdings gar nicht so einfach zu unterscheiden.
Denn auch die uneinheitlichen Bezeichnungen können beim Einkauf verwirren. So heißt die kleine runde Cherrytomate auch Kirsch-, Party- oder Cocktailtomate. Kleine längliche Früchte nennt man Datteltomaten, größere längliche heißen oft Eier- oder Flaschentomaten. Für noch mehr Verwirrung sorgt die Bezeichnung der Ange-botsform. So gibt es die meisten Sorten entweder ohne oder mit Rispe. Letztere werden auch Strauch- oder Traubentomaten genannt. Da sich die verschiedenen Tomatensorten nur schwer anhand ihrer Früchte unterscheiden lassen, sind die Erzeuger dazu übergegangen, Marken zu bilden. Hinter einprägsamen Namen, wie Tasty Tom, Gartenperle oder Rougeline, verbergen sich jeweils Sorten ähnlicher Qualität und Beschaffenheit.
Der Geschmack einer Tomate ist in erster Linie von der Sorte und dem Reifegrad
abhängig. Während Kirsch-Tomaten so reif und rot wie möglich geerntet werden
sollten, kann die klassische Tomate hellrot gepflückt werden und gelangt durch
Nachreifung ebenfalls zu vollem Aroma.
"Reife Tomaten brauchen einen trockenen, schattigen Platz außerhalb des
Kühlschranks bis 16 Grad Celsius, um ihren guten Geschmack zu erhalten", weiß
die Gemüseexpertin Gabriele Kaufmann vom aid infodienst.
Man bewahrt sie am besten separat auf, da sie das Reifegas Ethylen absondern, das
benachbarte Früchte schneller verderben lässt.
Tomaten sind nicht nur lecker und erfrischend, sondern sie enthalten auch viele
wertvolle Inhaltsstoffe wie Vitamin C, Kalium und sekundäre Pflanzenstoffe.
Die einheimische Hauptsaison beginnt Mitte Juli und dauert bis in den November
hinein - genug Zeit, um im Angebotsdschungel eine Lieblingssorte zu finden.
aid, Kirsten Jänisch-Dolle
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