Sexueller Mißbrauch ist:
wenn eine Person ein Kind (Kinder) zur eigenen sexuellen Erregung benutzt.
Dazu gehören:
- sexuelle Blicke
- Anmache
- Kinder anfassen und/oder zu Berührungen auffordern
- Kinder zwingen oder überreden, sie nackt zu betrachten oder sexuellen Aktivitäten zuzusehen
- Kinder zu pornographischen Zwecken benutzen oder ihnen Pornographie vorzuführen
- den Intimbereich von Mädchen (Po, Scheide, Brust) oder Jungen (Po, Penis) zu berühren oder
Kinder zu oralen, analem oder vaginalem Geschlechtsverkehr zu zwingen oder zu überreden - also
zu vergewaltigen.
Mögliche Folgen von sexuellem Mißbrauch:
- Angst,
verminderter Selbstwert
- gestörte Körperwahrnehmung,
Scham und Schuld,
Eßstörungen,
Selbstmordgedanken und -handlungen
Einnässen, Einkoten
Schlafstörungen
- Lernstörungen,
Leistungseinbrüche
- Weglaufen, Delinquenz (Missetaten)
Vereinsamung
Distanzlosigkeit
- altersuntypische Bechäftigung mit sexuellen Dingen,
Ängste for partnerschaft,
Promiskuität (Geschlechtsverkehr mit mehreren Partnern)
Mißbrauch von jüngeren Kindern
Prostitution
Körperliche Folgen:
- Verletzungen, Bißnarben,
Geschlechtskrankheiten
Schwangerschaften,
psychosomatische Erkrankungen
Nicht sexueller Mißbrauch ist tabu;
sonder das Sprechen darüber:
Annahmen im Bewußtsein der Öffentlichkeit versus Realität
sexueller Mißbrauch ist ein äußerst seltenes Ereignis
In den alten Bundesländern werden jährlich 300 000 Kinder mißbraucht, davon 80 - 90% Mädchen
Der Täter ist meist ein Fremder
Täter sind meist Männer, die dem Kind bekannt und vertraut sind (Väter, Verwandte, Lehrpersonal,
nachbarn, Ärztinnen, Pfarrerinnen, Therapeutinnen)
Sexueller Mißbrauch wird von Triebtätern oder geistig gestörten Männern begangen
Täter ist meist kein krankhafter Einzeltäter, sondern ein ganz "normaler" Mann:
Nicht nur sexuelles Bedürfnis, sondern auch Bedürfnis nach Macht über andere
Sexueller Mißbrauch kommt in unteren sozialen Schichten und Multiproblemfamilien vor
Sexueller Mißbrauch findet in allen sozialen Schichten statt
Vor allem Mädchen tragen selbst zum sexuellen Mißbrauch bei, weil sie den männlichen Täter
provozieren und verführen
Kinder, die sexuell mißbraucht werden, verhalten sich vor dem Mißbrauch nicht mehr oder weniger
verführerisch als andere gleichaltrige Kinder
Dieser Text ist nicht meiner Feder entsprungen, sondern eine Broschüre von Nina + Nico,
Verein zur Beratung von Mädchen/Jungen und Frauen e.V.
c/o Weiberkram
Marktstraße 9
51643 Gummersbach
Sie bieten an:
- persönliche Hilfestellung und Klärung bei Verdachtsmomenten
- individuelle Beratung und Unterstützung bei Wahrung der Anonymität
- Weitergabe und Verleih von Informationsbroschüren, Literatur und Unterrichtsmaterial
- Spiele für Kindergarten und Schule
- Hilfe bei der Erarbeitung von Unterrichtseinheiten für unterschiedliche Altersklassen
- Vermittlung von Fachreferentinnen
- Vermittlung von psychotherapeutischer Beratung
- Vermittlung von Rechtsberatung
Beratungszeit:
Freitags, 15-16 Uhr
Renate Failing
Bürozeit, Terminvereinbarungen:
Montags, 10.00 - 12.00 Uhr
Weiberkram, Marktstraße 9,
51643 Gummersbach
Weitere Beratungszeiten:
Dienstags, 15.00-16.30 Uhr
Renate Failing,
Bruno-goller-Haus,
Brückenstraße 4,
51643 Gummersbach,